Über 174.000 Gasherde wegen Ofenfehler mit Verbrennungsgefahr vom Markt genommen

In den USA läuft ein größerer Rückruf: mehr als 174.000 gasbetriebene Herde der Marke Frigidaire sollen ausgetauscht bzw. repariert werden. Der schwedische Haushaltsgerätehersteller Electrolux Group hat dafür ein kostenloses Reparaturprogramm gestartet. Betroffen sind Herde, die zwischen Juni 2025 und Januar 2026 verkauft wurden.
Grund für den Rückruf ist ein Fertigungsfehler im Backofen, der zu einer verzögerten Zündung des Backofenbrenners führt. Beim Öffnen der Ofentür kann das zu einer plötzlichen Abgabe von Hitze oder Flammen führen, was eine Verbrennungsgefahr für Anwender darstellt. Den Kunden wird dringend geraten, den Backofen nicht mehr zu benutzen und stattdessen die oberen Kochfelder zu verwenden.
Welche Modelle sind betroffen und welche Risiken bestehen
Betroffen sind die Reihen Frigidaire, Frigidaire Gallery und Frigidaire Professional. Die genauen Modellnummern lauten:
- FCFG3083AS
- FCRG3083AD
- FCRG3083AS
- GCFG3060BD
- GCFG3060BF
- GCFG3070BF
- GCRG3060BD
- GCRG3060BF
- PCFG3080AF
- FCFG3062AB
- FCFG3062AS
- FCFG3062AW
- FCRG3051BB
- FCRG3051BS
- FCRG3051BW
- FCRG3052BB
- FCRG3052BS
- FCRG3052BW
- FCRG3062AB
- FCRG3062AS
- FCRG3062AW
- GCFG3059BF
Die betroffenen Seriennummern reichen von VF52200000 bis VF54399999. Die Prüfplakette zur Identifikation befindet sich in der unteren Schublade des Ofens.
Laut der U.S. Consumer Product Safety Commission (CPSC), der föderalen Regulierungsbehörde für Produktsicherheit, sind bis zum 20. März 202662 Vorfälle gemeldet worden, davon 30 mit Verbrennungen. Die CPSC empfiehlt, die Nutzung dieser Backöfen sofort einzustellen. Sie überwacht den Rückruf und informiert die Öffentlichkeit regelmäßig.
Was macht Electrolux jetzt?
Electrolux führt eine landesweite Aktion zur kostenlosen Reparatur der betroffenen Geräte durch. Autorisierte Techniker kommen dafür direkt zu den Kundinnen und Kunden nach Hause und tauschen den defekten Ofenbrenner ohne Kosten aus. Electrolux betont, dass die Kundensicherheit oberste Priorität hat und arbeitet mit Vertriebspartnern wie Home Depot, Lowe’s sowie dem Online-Shop von Frigidaire zusammen, um alle betroffenen Käufer zu erreichen.
Betroffene Besitzer sollen sich über die offiziellen Kanäle an Electrolux wenden, um einen Reparaturtermin zu vereinbaren. Dafür stehen eine spezielle Telefonhotline und ein Webportal zur Verfügung.
Warum das jetzt auffällt und wie es weitergeht
Der Rückruf zeigt, wie intensiv Haushaltsgeräte inzwischen überwacht werden. In den letzten Jahren hat die CPSC mehrfach Rückrufe koordiniert, um ähnliche Sicherheitsprobleme an Herden, Kühlschränken und Mikrowellen zu beheben. Beim Frigidaire‑Rückruf fallen sowohl das Volumen der betroffenen Geräte als auch die schnelle Reaktion auf.
Hersteller, Behörden und Einzelhändler arbeiten zusammen, damit betroffene Verbraucher schnell geschützt und unterstützt werden. Diese Vorfälle sind auch eine Erinnerung daran, die Sicherheitsinformationen der eigenen Geräte im Auge zu behalten und bei Rückrufen aktiv zu reagieren. So lässt sich das persönliche Risiko verringern und die Verantwortung der Branche stärken.